Unsere Chronik 2001–2012

 

2001 Der im Jahr 1966 wieder angesiedelte Biber wird zum Problem in der Teichwirtschaft.
Die im Jahr 1989 in Auftrag gegebene Kartierung von Fischarten in Bayern ist abgeschlossen und das Ergebnis wird in einem Fischartenatlas vorgestellt.
Nach zweijährigen zähen Verhandlungen ist es gelungen den Pachtvertrag für den Main-Donau-Kanal mit dem Wasser- und Schifffahrtsamtes Nürnberg bis zum Jahr 2005 zu verlängern.
2002 Erste Netzabfischung im Altmühlsee durch einen Berufsfischer mit entsprechenden Geräten, um den Weißfischbestand zu reduzieren, gefangen wurden 22,7 t Brachsen.
Der Fischereifachberater Dr. Dieter Piwernetz geht in den Ruhestand. Nachfolger wird Dr. Thomas Vordermeier.
Sanierung des Dechsendorfer Weihers.
Die Hegegemeinschaft Pegnitz feiert 20-jähriges Jubiläum und stellt ihr Buch „Die Pegnitz“ mit 270 Seiten vor.
Die im Jahr 1981 gegründete Fischerei-, Einkaufs- und Vertriebsgenossenschaft wird aufgelöst.
2003 Eröffnung eines gemeinsamen Lehrpfades am Rothsee durch den Fischereiverband Mittelfranken und das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg.
Trotz extremer Hitze sind wir in Mittelfranken weitgehend von Fischsterben verschont geblieben.
Das Aal-Herpesvirus ist im Vormarsch.
Aufgrund der Forderung des Bayerischen Rechnungshofes muss die Verpachtung des Großen Brombachsees ausgeschrieben werden. Der Fischereiverband Mittelfranken hat fristgerecht sein Interesse bekundet. Gleichzeitig wurde eine Eingabe an den Ausschuss für Landwirtschaft und Forsten im Bayerischen Landtag gestellt, in dem ein Konzept für eine vernünftige Bewirtschaftung aller fünf Seen (Altmühlsee, Großer und Kleiner Brombachsee, Igelsbachsee und Rothsee) erläutert wird.
Der Fischgesundheitsdienst – Geschäftsstelle Nürnberg – wird Mieter im „Haus der Fischerei“.
2004 Besatz nach der Sanierung des Dechsendorfer Weihers, zur Befischung wird er erst im Jahr 2006 freigegeben.
Im Auftrag der Teichwirte in Mittel-, Ober- und Unterfranken stellt der Fischereiverband Mittelfranken beim Deutschen Patent- und Markenamt den Antrag, die Bezeichnung „Franken – Karpfen“ zu schützen.
Die Bayerische Landanstalt für Landwirtschaft – Institut für Fischerei besteht seit 50 Jahren.
Erstmals gibt es keine Sammelbestellung von Aalbrut durch den Fischereiverband Mittelfranken. Das Kilo Aalbrut kostet über 1.000,– Euro.
Kartierung zur Durchgängigkeit der mittelfränkischen Gewässer wird in Auftrag gegeben. Bezuschussung aus Mitteln der Fischereiabgabe.
Der Bewirtschaftungsvertrag für den Großen Brombachsee wird verlängert, weil die Pachtverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind.
Nach langen, zähen und zum Teil emotionalen Verhandlungen konnte am 02.11.2004 ein 10-Jahres-Pachtvertrag für alle Fränkischen Seen unterzeichnet werden. Für die Sanierungsabfischungen sind künftig die Wasserwirtschaftsämter Ansbach und Nürnberg zuständig. Der Fischereiverband stellt seinen Fischwirtschaftsmeister und die Gerätschaften, die über die Fischereiabgabe bezuschusst wurden, zur Verfügung.









Chronik 2005-2012

2005 Das Artenhilfsprogramm für mittelfränkische Gewässer wird erstmals über den Fischereiverband abgewickelt, bezuschusst aus Mitteln der Fischereiabgabe.
Aufgrund einer Änderung zur Ausführung des Fischereigesetzes für Bayern (AVFiG) wird ein Wiederholungstermin für die Staatliche Fischerprüfung eingeführt und das Nachtfischverbot aufgehoben. Allerdings haben die Fischereiberechtigten für ihre Gewässer die Möglichkeit, Einschränkungen für die Ausübung des Nachtangelns festzulegen.
Beschluss bei der Delegiertenversammlung, dass die Mitgliedschaft im VDSF gekündigt werden soll.
Nachweis der Erkrankung von Speisekarpfen in Mittelfranken durch das KOI-Herpesvirus.
Neuwahl des Präsidiums und des Hauptausschusses. Nach 44 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit tritt Dr. Christoph Maier nicht mehr für das Amt des Präsidenten an. Er wird zum Ehrenpräsidenten ernannt, mit Sitz und Stimme im Präsidium und Hauptausschuss. Außerdem werden ihm u. a. Sonderaufgaben zu Fragen und Problemen der Bewirtschaftung aller Verbandsgewässer übertragen.
Neuer Präsident wird Fritz Loscher-Frühwald, MdL a. D. aus der Gemeinde Baudenbach im Lkr. Neustadt/Aisch – Bad Windsheim. Die offizielle Amtsübergabe erfolgt am 01. Juli in einer Feierstunde im Historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg.
Unterzeichnung eines neuen Pachtvertrages für den Main-Donau-Kanal mit dem Wasser- und Schifffahrtsamtes Nürnberg.
2006 125-jähriges Jubiläum des Fischereiverbandes Mittelfranken e. V. – Die Feierlichkeiten finden am 10. Dezember 2006 im Arvena Park Hotel in Nürnberg unter Schirmherrschaft von Staatsminister Dr. Günther Beckstein und Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Ulrich Maly, sowie zahlreichen Vertretern aus Fischerei und Politik statt.
50 Jahre Institut für Fischerei -Außenstelle für Karpfenteichwirtschaft- in Höchstadt.
Novellierung des Bayerischen Fischereigesetzes. Zahlreiche überholte Verwaltungsvorschriften werden ganz oder teilweise aufgehoben.
Der Pachtvertrag über den Dechsendorfer Weiher ist zum 31.12.2005 ausgelaufen. Bei der Sanierung des Weihers wurden fischereiliche Belange nicht berücksichtigt. Deshalb ist die Abfischung im Jahr 2005 auch katastrophal ausgefallen. Eine Besserung ist nicht in Sicht, so dass sich der Fischereiverband Mittelfranken nicht an der Ausschreibung beteiligt hat.
Der Mittelfränkische Fischereitag findet nur noch an einem Tag statt.
Eingabe des Landesfischereiverbandes Bayern an den Bayerischen Landtag, die Kormoranverordnung so zu ändern, dass wieder ein ökologisches Gleichgewicht zwischen der Kormoranpopulation einerseits und den wohl unstrittig berechtigten
Interessen aller Fischer andererseits, zumindest in Bayern gegeben ist. „Erlanger
Erklärung“.
Die Geschäftsstelle des Fischereiverbandes Mittelfranken ist hauptamtlich besetzt mit der Geschäftsführerin Ingrid Husse (halbtags), Büroangestellte Michaela Turan und Fischwirtschaftsmeister in spe Peter Naumann (ganztags).
2007 25-jähriges Jubiläum der Informationszeitschrift „Informationen aus dem Haus der Fischerei“.
Die Quartierung der biologischen Durchgängigkeit mittelfränkischen Gewässer wurde abgeschlossen und die gesammelten Ergebnisse als Argumentationsgrundlage für mittelfränkische Fischer und Behörden veröffentlicht.
Mitarbeiter Peter Naumann besteht am 3. Mai 2007 die Abschlussprüfung zum Fischwirtschaftsmeister mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,99.
Das Koi-Herpes-Virus wird erstmalig auch in Mittelfranken nachgewiesen.
Zur Entnahme von Weißfischen wurden erstmals 10 Flügelreusen am Kleinen Brombachsee vor Beginn der Laichzeit eingesetzt.
Rekordfänge am Altmühlsee – Aufgrund der besonders erfolgreichen Zugnetzbefischungen konnten im Jahr 2007 insgesamt 62,3 to Brachsen entnommen werden.
2008 Verleihung der Goldenen Ehrennadel des Fischereiverbandes Mittelfranken an Geschäftsführerin Ingrid Husse für ihr 40-jähriges Engagement zum Wohle der mittelfränkischen Fischerei.
Vizepräsident Ulrich Weiß tritt aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück.
EU-Aalverordnung wird geschaffen, um die europäischen Aalbestände nachhaltig zu sichern.
Auf Initiative des Fischereiverbandes Mittelfranken wird ein Monitoring zur Erfassung des KHV-Virus in den Fließgewässern Mittelfrankens gestartet. Später wird dieses Programm für ganz Bayern erweitert.
Namensänderung im „Haus der Fischerei“ – Mitarbeiterin Michaela Turan heiratet am 14.08.2008 und bleibt dem Fischereiverband Mittelfranken nun als Michaela Friedberger erhalten.
Anhaltend hohe Brachsenfänge am Altmühlsee. Die Gesamtbiomassenentnahme beläuft sich seit dem Jahre 2002 auf nunmehr über 242,6 to Weißfisch.
Auf Initiative des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach wurden Teilflächen des Seegrundes am Kleinen Brombachsee von Wurzelstöcken und Unrat befreit um die Durchführung der Zugnetzfischerei zu ermöglichen.
Geschäftsführerin Ingrid Husse verabschiedet sich zum 30. November 2008 in den wohlverdienten Ruhestand. Die Geschäftsstelle des Fischereiverbandes Mittelfranken ist nun ganztags durch die Büroangestellte Michaela Friedberger und Fischwirtschaftsmeister Peter Naumann besetzt. Auf die Einstellung eines neuen Geschäftsführers wird vorerst verzichtet.
2009 Der Verbandsgewässerwart und 1. Vorsitzender der Nordbayerischen Sportangler Vereinigung Nürnberg, Manfred Schindlmeier, wird anlässlich der Delegiertenversammlung am 29. März 2009 zum Vizepräsidenten gewählt.
Neuer Verbandsgewässerwart wird Fischereiaufseher Norbert Himmer vom Fischereiverein Zirndorf.
Die Eintragung der Bezeichnung „Franken-Karpfen“ als geschützte Markenbezeichnung konnte nach nun mehr 5 Jahren Bearbeitungszeit aufgrund aktuell geänderter EU-Verordnungen immer noch nicht abgeschlossen werden. Die Unterlagen liegen zu endgültigen Entscheidung bei der EU-Kommission in Brüssel.
Demonstrationen der mittelfränkischen Teichwirte gegen Kormoranschäden bewirken, dass eine Kormoranverfügung für den Aischgrund erlassen wird.
Sieg der bayerischen Mannschaft (mit drei Teilnehmern aus Mittelfranken) bei den
Bundesjugendfischereitagen in Dutenhofen.
Nach der im Herbst 2008 abgeschlossenen Seegrundräumung des Kleinen Brombachsees konnten mit Hilfe der Zugnetzausrüstung des Fischereiverbandes Mittelfranken innerhalb einer 2-tägigen Testbefischung 5 to Weißfische ohne nennenswerte Netzschäden oder Hakstellen abgefischt werden.
Massive Algenblüte in den Sommermonaten am Altmühlsee und dadurch enorme Umsatzeinbußen im Bereich Gastronomie und Tourismus. Auf Initiative des bayerischen Staatsministers für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder, wurde eine Seenlandkonferenz zur Analyse der Algenproblematik einberufen.
Provokation der europäischen Fischereiwirtschaft durch Naturschutzbund (NABU) und Landesbund für Vogelschutz (LBV) wegen der Ernennung des Kormorans im Oktober 2009 zum Vogel des Jahres 2010.
2010 Der Vizepräsident des Fischereiverbandes Mittelfranken und 1. Vorsitzender der Nordbayerischen Sportanglervereinigung Nürnberg, Herr Manfred Schindlmeier, verstirbt völlig unerwartet am 03. Januar 2010.
Aus steuerlichen Gründen muss die Satzung des Fischereiverbandes Mittelfranken sowie aller angeschlossenen Fischereivereine geändert werden.
Im Mai 2010 findet die 2. Seenlandkonferenz statt. Die ansässigen kommunalen Behördenvertreter sind der Meinung, dass vor allem die fischereiliche Bewirtschaftung des Fränkischen Seenlandes der Grund für das starke Algenwachstum ist.
Die Fachbehörden erklären allerdings die hohen Nährstoffeinträge aus Landwirtschaft und Kläranlagen im gesamten Einzugsgebiet zur eigentlichen Ursache.
Sehr gute Ergebnisse der mittelfränkischen Fischerjugend beim Bayerischen Jugendkönigsfischen in Hirschaid sowie bei den Bundesjugendfischereitagen in Meersfeld und den Bundesjugend-meeresfischereitagen in Warnemünde.
Kündigung des Pachtvertrages für den Happurger Stausee durch die E.ON Wasserwerke aufgrund eines verstärkten Interesses an der fischereilichen Bewirtschaftung durch umliegende Vereine. Der Fischereiverband kann eine Einigung mit den Fischereivereinen erzielen und einen neuen Pachtvertrag ab dem 01.01.2011 mit den E.ON Wasserwerken unterzeichnen. Der Pachtzins für den Happurger Stausee steigt.
Eine Überprüfung der Bilanzen durch das Zentralfinanzamt Nürnberg ergibt, dass der Fischereiverband ab dem Jahr 2006 der Umsatzsteuerpflicht unterliegt. Für die Jahre 2006 bis 2010 muss rückwirkend Umsatzsteuer an das Finanzamt gezahlt werden. Diese enorme finanzielle Belastung wird aus den Rücklagen des Fischereiverbandes geleistet.
Am 06. Dezember 2010 verstirbt der Präsident des Landesfischereiverbandes Bayern, Herr Eberhard Roese.
2011 Ehrenpräsident Dr. Christoph Maier feiert mit Vertretern aus Politik und Fischerei seinen 80. Geburtstag.
Günther Hofmann, Vizepräsident des Fischereiverbandes Mittelfranken, feiert seinen 60. Geburtstag.
Im Laufe des Jahres müssen wir mit Bestürzung Abschied von den Revisoren des Fischereiverbandes Mittelfranken, Herrn Michael Karg vom Fischereiverein Gremsdorf und Herrn Fritz Endres, langjähriger 1. Vorsitzender des Fischereivereins Höchstadt nehmen.
Bei der Mitgliederversammlung des Landesfischereiverbandes Bayern e. V. wurde auf Initiative des Fischereiverbandes Mittelfranken mit der zugesicherten Unterstützung anderer Bezirks-fischereiverbände der Antrag auf Austritt aus dem VDSF zur Wahl gestellt.
Leider fand dieser Antrag bei der Abstimmung durch die Delegierten keine Mehrheit, da bereits im Vorfeld ein umformulierter Entwurf den anderen Bezirksverbänden vorlag, welcher eine Kündigung beim VDSF erst nach Scheitern der Fusionsverhandlungen bis Ende 2011 vorsieht.
Um Bayernweit bzgl. des Herkunftsschutzes für heimische Produkte mehr Gewicht zu erlangen, wird der Verein: „Herkunftsschutz Agrarerzeugnisse und Lebensmittel e.V.“ gegründet.
Manfred Braun, langjähriger Referent für Fischereirecht im Landwirtschaftsministerium München, wird zum neuen Präsidenten des Landesfischereiverbandes Bayern e.V. gewählt.
Am Rothsee wird eine Umweltstation des LBV eröffnet. In einem Gespräch mit Landrat Herbert Eckstein und Vertretern des Zweckverbandes Rothsee werden Vereinbarungen getroffen, die das Angeln am Rothsee weiterhin attraktiv erhalten sollen.
Im engen Familien- und Freundeskreis feiert Präsident Fritz Loscher-Frühwald seinen 70. Geburtstag.
Die Energiewende in Deutschland und der damit verbundene Ausbau regenerativer Energiequellen haben den Fischereiverband Mittelfranken dazu veranlasst, die Dachflächen von unserem „Haus der Fischerei“ in Nürnberg mit einer Photovoltaikanlage (42 kWp) auszurüsten.
2012 Am 25. Februar fand im Regierungsbezirk Mittelfranken die 1. Online-Fischerprüfung im „Haus der Fischerei“ in Nürnberg statt. Der Fischereiverband Mittelfranken schaffte eigens 20 PC-Arbeitsstationen an, um die Nutzung dieser flexiblen und zukunftsweisenden Form der Prüfung im Rahmen der Pilotphase und darüber hinaus zu gewährleisten. Im Jahresverlauf konnten allein im „Haus der Fischerei“ 330 Teilnehmer geprüft werden.
1. Königsfischen des Fischereiverbandes Mittelfranken am Altmühlsee.
Die Gestaltung und Einweihung von Fischlehrpfaden an der Altmühl, dem Obernzenner See, dem Sklavensee und am Hormesweiher findet im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung der Fischerei großen Zuspruch bei der örtlichen Bevölkerung.
Am Altmühlsee konnten 37,6 to Brachsen und am Kleinen Brombachsee 5,1 to Brachsen in bewährter Art und Weise mit Zugnetzen bzw. Reusen abgefischt werden. Alle Fische konnten als Besatzmaterial und vereinzelt auch zu regionalen Vermarktungszwecken einer sinnvollen Verwertung zugeführt werden.
Die Bezeichnungen „Frankenkarpfen, Fränkischer-Karpfen und Karpfen aus Franken“ werden nach über siebenjährigen Bemühungen des Fischereiverbandes Mittelfranken als geografische Angabe gemäß der Verordnung (EG) Nr. 510/2006 geschützt und in das von der Europäischen Kommission geführte Verzeichnis eingetragen.
Damit dürfen Karpfenerzeugnisse mit dieser Bezeichnung aus Unter, Mittel- oder Oberfranken vermarktet werden, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen und diese nachweislich von einer durch die EU zertifizierten Kontrollstelle überprüft werden.
Die angestrebte Fusion von VDSF und DAV zum „DAFV“ scheiterte am 17. November in Berlin aufgrund einer nicht zustande kommenden ¾ Mehrheit der stimmberechtigten Delegierten.