Der Stichling


Dreistachliger Stichling, Fisch des Jahres 2018


Mit der Wahl des Dreistachligen Stichlings (Gasterosteus aculeatus) zum Fisch des Jahres 2018 stellen der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) einen Vertreter der zahlreichen heimischen Kleinfischarten in den Fokus. Damit möchte man auf die Vielfalt und die komplexen Lebens- und Verhaltensweisen in unserer Fischfauna aufmerksam machen. Wegen seines charakteristischen Aussehens, seines einzigartigen Balz- sowie Laich-und Brutpflegeverhaltens und der weiten Verbreitung, zählt der Dreistachlige Stichling zu den bekanntesten heimischen Fischarten. Systematisch gehört er zur Ordnung der „Barschartigen“ und zur Familie der Stichlinge.
Verbreitung

Abgesehen vom Donaudelta ist der Dreistachlige Stichling auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. Innerhalb Deutschlands ist er überall anzutreffen. Selbst das ursprünglich nicht zu seinem natürlichen Verbreitungsgebiet gehörende Donaueinzugsgebiet ist inzwischen von ihm besiedelt. Er lebt im Süßwasser, in langsam fließenden und stehenden Gewässern aber auch in küstennahen Salz- und Brackwasserbereichen. Sein bevorzugter Lebensraum sind Areale mit üppigem Wasserpflanzenbewuchs über sandigem und schlammigem Grund. Im Frühjahr unternehmen die Stichlinge, die an den Küsten leben weite Wanderungen die Flussmündungen hinauf, bis zu ihren Laichplätzen. Im Spätsommer schwimmen sie wieder ins Meer zurück. Ihre Verwandten im Süßwasser sparen sich diese mühsame Wanderung. Diese ziehen aus den tieferen Gewässerbereichen, wo sie sich den Rest des Jahres aufhalten, in flache Uferzonen. Neben dem Dreistachligen Stichling sind in Deutschland der etwas kleinere Neunstachlige Stichling und der größere Seestichling heimisch, der ausschließlich im Meer lebt. Aufgrund seiner hohen Anpassungsfähigkeit an vielfältige Lebensräume als auch die Unempfindlichkeit gegenüber stofflichen und strukturellen Belastungen sind Massenvorkommen dieser Fischart, wie beispielsweise am Bodensees, auch kritisch zu betrachten.
Aussehen und Nahrung

Der Dreistachlige Stichling erreicht im Süßwasser eine durchschnittliche Länge von 3-8 cm. Bei Populationen, die im Meer leben, können Maximallängen bis zu 11 cm erreicht werden. Die zu Stacheln umgebildeten vorderen Flossenstrahlen der Rückenflosse sind für die Namensgebung des Dreistachligen Stichlings verantwortlich. Auch die Bauchflossen haben einen verstärkten Stachelstrahl, der bei Gefahr, genau wie die Stacheln auf dem Rücken abgespreizt und eingerastet werden kann. Durch diesen Verteidigungsmechanismus ist der Stichling für seine Fressfeinde eine äußerst unangenehme Beute und wird häufig nach dem ersten Angriff wieder ausgespuckt.

 
 
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