Genau so soll es sein, Spiel, Spaß und schöne Fische



Wir wollten zwei Dinge mit dieser Veranstaltung erreichen, nämlich den besten Jungfischern*innen etwas bieten, sie in Wettkämpfen fordern, in Workshops fördern und im Bootsangeln auf Waller belohnen. Das zweite Ziel war es, eine Ersatzveranstaltung für das bayerische Jugendkönigsfischen zu schaffen, da die mittelfränkische Bezirksjugend geschlossen an keiner Veranstaltung der bayerischen Fischjugend teilnimmt.
Und, gleich vorne weg, es ist uns aber so was von gelungen, die Kids waren begeistert.
Aber erstmal der Reihe nach. Bei unserem Jugend Ausbildungszeltlager haben wir unser 15- köpfiges Spitzenteam ermittelt, welches für diese Veranstaltung Startrecht hatte. Leider musste kurzfristig Simon Leonhardt (EAV Gleishammer) wegen einer Corona Infektion, Mia Commes (FV Fürth) und Luis Fink (FV Höchstadt) wegen Terminüberschneidung absagen. Mit Vanessa Ell (FV Scheinfeld) und Alexander Bleicher (FV Gunzenhausen) konnten wir wieder ausgleichen.
Am Freitag bauten Friedrich Schlund, Michael Soyk und ich auf dem WWA Gelände Seespitze die Pavillons, die Bierzeltgarnituren auf, legten Stromleitungen für das Batterie laden der Boote, zum, als Wettkampfbüro umfunktionierten Info Anhänger und verteilten mit unserer Evi Tröster die Verpflegung in die Kühlschränke. Die Getränke mussten kaltgestellt werden und und und.
Am Samstag früh kamen nach und nach unsere Helfer und es mussten die letzten Dinge wie Casting aufgebaut, die Bojen für die Ufermontagen gesetzt, die Boote geslippt, Workshops und Absperrungen vorbereitet werden.
Dann trafen pünktlich die Teilnehmer und ihre Betreuer ein, wurden in den Zeltaufbau eingewiesen und konnten dies dann erledigen.
Als alle zusammen waren, begrüßte ich die Jungfischer*innen und die Betreuer und lies die Startnummern ziehen. Jetzt herrschte Ruhe, ab und zu durch leises Fluchen untermalt, denn als erste Disziplin wurden die Knoten abgelegt (15 Minuten Zeit – 3 Knoten an Wirbel und Öhrhaken). Zum Auflockern ging es gleich zur Disziplin Casting Ziel, in etwas eigenwilliger Form abgewandelt, aber von den Teilnehmern absolut gerne geworfen.
Dann folgte noch der Wissenstest, bestehend aus 30 Fragen mit 20 Minuten Zeit aus dem aktuellen Fragenkatalog des LFV Bayern.
Dann war die Pflicht erfüllt, Evi teilte die Helfer zum Grillen ein und baute mit Sarah Wiederstein den Mittagstisch auf.
Danach folgte die KÜR; die einzelnen Workshops mit den Themen, Klopfen mit dem Wallerholz, Ufer und Bootsmontagen, lesen des Echolots, Drop Shot und Verticalfischen. Die Workshops wurden von allen mit großem Eifer besucht und es wurde gebastelt und gebaut.
Und dann ging es hinaus auf die See, naja auf den kleinen Brombachsee. Es wurde geschleppt, geklopft und gedropshotet wie wild. Trotzdem war das mit dem Fangen nicht so dolle. Erst nach dem Abendessen, Evi und Sarah hatten ein tolles fränkisches Buffet aufgebaut, klappte es mit dem fangen.
Den schwersten Wels fing Lukas Gabler (FV Roth) mit 158 cm und 26 Kilo Gewicht, er hatte Stefan Mielchen als Guide gewählt. Auch Guide Max Aenderl lockte kleinere Waller bis zu einem Meter an die Haken, die dann verwertet wurden.
Gegen 22.00 Uhr schürten wir ein Lagerfeuer, saßen darum, bereiteten Marsh Mellows zu und ließen es uns gut gehen.
Sonntagmorgens ging es, nach einem kräftigen Frühstück, wieder in die Boote und hinaus auf den See. Die Guides versuchten sich gegenseitig zu übertrumpfen und diesmal hatte Max Aenderl die Nase vorne und so schafften es die Guides, dass von 14 Jugendlichen 11 einen Waller gefangen hatten. Für viele eine unvergessliche Zeit.
Nach dem Mittagessen wurden die Geräte verpackt, die Zelte abgebaut und die Autos geladen.
Der beste Jugendliche (es wurden nur die Disziplinen Casting, Knoten, Test gewertet), war Sascha Eberle vom EAV Gleishammer. Er durfte den neuen Wanderpokal, der unserem verstorbenen Ehrenpräsidenten Dr. Christoph Maier gewidmet ist, in Empfang nehmen. Anschließend wurden die weiteren Platzierungen und Geschenke an die Jungfischer*innen verteilt und es wurde das Gruppenbild am Bootshaus gemacht.
Eine wirklich tolle Stimmung, ein Miteinander, keinen Streit und keinen Stress, genauso hatte ich es geplant und durchgeführt und blieb damit im selbst gesteckten Kostenrahmen wie für die bayrische Veranstaltung, nur eben mit 30 Personen.
Herzlichen Dank an alle, die dies ermöglicht haben und an die Teilnehmer. Für nächstes Jahr haben wir uns schon wieder etwas einfallen lassen.

Andi Tröster
Bezirksjugendleiter

 

Fischerjugend