Jugend Ausbildungszeltlager 2022 – jetzt ist die Welt wieder in Ordnung



Wer hätte denn am Freitag gedacht, dass sich das Wetter so ändern kann. Am Freitag bis 16.30 Uhr hatten wir Starkregen mit kühlen 18 Grad und dann Sonnenschein mit „dampfigen“ 25 Grad, Samstag und Sonntag nur Sonne und Temperaturen um 33 Grad.
Es hat genau gepasst, denn am Freitag um 17.00 Uhr konnte Bezirksjugendleiter Andi Tröster 110 Jungfischer*innen und 75 Betreuer aus 17 Vereinen begrüßen.
Endlich, nach zwei Jahren Pause, konnten wir unsere größte fischereiliche Veranstaltung der mittelfränkischen Fischerjugend starten. Die Kids waren heiß darauf, jeder war motiviert und alles war geplant, durchdacht und vorbereitet.
Wie immer am Freitagabend startete das erste Fischen bis 24.00 Uhr und wir waren gespannt, ob sich der Wetterumschwung vielleicht auf die Beißlaune der Fische ausgewirkt hatte.
Nein, im Gegenteil, es wurden am ersten Abend im Igelsbachsee alleine 7 Karpfen mit 40 Kilo und am kleinen Brombachsee 9 Karpfen mit 23 Kilo gefangen. Die Verwertung der Fische am Schlachtplatz, der 3 Plätze beherbergt, wurde bis 01.30 Uhr gearbeitet. Eine kurze Nacht für viele, denn wie gewohnt, am Samstag früh ist um 05.00 Uhr die Ausgabe der Lunchpakete und der Start zum zweiten Fischen. Bis 11.00 Uhr kann geangelt werden und es zeigt sich, dass morgens der kleine Brombachsee mehr Fische bringt. So wurden im Igelsbachsee nur 2 Karpfen mit 7,5 Kilo dafür am kleinen Brombachsee 10 Karpfen mit 33,5 Kilo gefangen werden.
Zum Mittagessen hatte unsere Evi und Sarah einen sehr guten Schweinebraten zubereitet, der fast restlos verzehrt wurde. Dann begannen auch schon die Wettkämpfe, drei an der Zahl und die Jugendleiter mussten ihre Jugendgruppen pünktlich zum Casting, Artenschutzquiz und zum Knotentest anmelden.
Das Küchenteam hatte in der Zwischenzeit das Kuchenbuffet und den Kaffee bereitgestellt, damit wir die eingeladenen Vorstände, auch unseren Präsidenten Jörg Zitzmann und Michi Friedberger gut verpflegen können.
Gegen 17.00 Uhr konnten die Lunchpakete gepackt werden, denn ab 18.00 Uhr ging es wieder hinaus zu den Angelgewässern und wieder konnte bis 24.00 Uhr gefischt werden.
Wir hatten jede Menge Arbeit mit der Auswertung der Teste und dem Knotentest und der Eingabe der Ergebnisse zu tun.
Es blieb uns sogar etwas Zeit, uns hinzusetzen und den Abend ausklingen zu lassen. Denn Friedrich Schlund öffnete die Waage ab 22.00 Uhr, da schon die ersten, erfolgreichen Jungfischer*innen kamen. Und, was soll ich schreiben, abends ist der Igelsbachsee einfach das bessere Gewässer, denn es wurden 9 Karpfen mit 63! Kilo, hingegen wurden aus dem kleinen Brombachsee nur 3 Karpfen mit 15 Kilo gewogen.
Auch hier war der Schlachtplatz wieder sehr lange geöffnet, die meisten Jungfischer*innen aber fielen erschöpft auf die Liegen.
Sonntagmorgen besteht die Möglichkeit, in einem kurzen, dreistündigen Fischen noch einmal sein Glück zu versuchen. Hier brachte der Igelsbachsee noch einmal 3 Karpfen mit 15 Kilo.
Insgesamt konnten in den vier Angelzeiten 5 Hechte (10,5kg), 7 Waller (3,5kg),43 Karpfen (197,5kg – Schuppen- und Spiegelkarpfen), 5 Schleien (8kg), 38 Brachsen (39,5kg) und 11 Rotaugen/12 Rotfedern (2,7kg) zusammen 262 Kilogramm gefangen und von den Jungfischern*innen selbst filetiert und küchenfertig verpackt werden.
Die Königswürde, also den Titel Mittelfränkischer Jugend-Fischerkönig holte sich Manuel Klein vom FV Eckental mit einem Karpfen von 9780 Gramm und den Titel Mittelfränkischer Weißfischmeister gewann sein Vereinskamerad Felix Beyer mit einer Brachse von 2505 Gramm.
Das Spitzenteam, in dem die Disziplinen Knoten, Artenschutzquiz, Casting und Fischen gewertet werden, bestand aus Simon Leonhardt (EAV Gleishammer) punktgleich mit Elias Richter (FV Schnaittachtal) und Luis Fink (FV Höchstadt). Die nachfolgenden Plätze gingen an Sascha Eberle (EAV Gleishammer), Kiril Posehn (FV Schnaittachtal), Lukas Gabler und Simon Hertlein (FV Roth), Tim Schulz und Quirin Huber (Nordbayrische Sportanglervereinigung), Til Hunecker (KFV Treuchtlingen-Weißenburg). Die besten weiblichen Jungfischerinnen waren Vanessa Ell (FV Scheinfeld), Isabell Karl (FV Gunzenhausen) und Mia Commes (FV Fürth).
Zusammen mit dem Jugendkönig und dem Weißfischmeisterhatten sie alle das Startrecht für die nächste Veranstaltung, dem Spitzenteam Ausbildungszeltlager am kleinen Brombachsee, 14 Tage später..
Den Wanderpokal für die beste Vereinsjugendleistung gewann der EAV Gleishammer mit Jungendleiterin Katrin Bienek.
Mit dem Ehrenzeichen der bayerischen Fischerjugend in Silber wurden Katrin Bienek (EAV Gleishammer), Daniela Wendenburg (FV Schnaittachtal) und Manuel Scheuffler (KFV Treuchtlingen-Weißenburg) ausgezeichnet.
Einen großen Dank an Michael Soyk (Vorstand ASV Absberg), Rainer Popp (Vorstand FV Scheinfeld) und Hauptausschussmitglied Stefan Mielchen für die kräftige Unterstützung. Dem ganzen Team gebührt Dank, Beirätin Evi Tröster, Sarah Wiederstein, Albert und Nicole Ostertag, Daniel Albert, Manfred Traub und „unserem“ Fischereiaufseher Carlo Jenatschek. Ganz besonders möchte ich mich bei Beirat Friedrich Schlund bedanken, der viel Arbeit durch mein Handicap übernahm. Unserer Michi, die sich im Endspurt auf die Altersrente befindet, bei dir möchten wir uns für all die viele Arbeit mit allen Zetteln, Ausdrucken, Kopien und den vielen Absprachen und die stets gute Zusammenarbeit bedanken.

Andi Tröster
Bezirksjugendleiter

 

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